Arbeitssysteme und Arbeitsprozesse

Lehrveranstaltung

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  • Blockseminar dreitägig
  • Technologiezentrum

Ziel der Veranstaltung ist es, menschliche Arbeit und deren Gestaltung als eine Facette der Ingenieurtätigkeit kennen zu erlernen.

Profil Blau
TurnusWintersemester
Vorlesungsbeginn05.-07.12.2018, 08.00 - 18.00 Uhr
LeistungsnachweisReferat und Hausarbeit

FAQ

  • In welchem Semester wird die Veranstaltung angeboten?

    Die Veranstaltung findet im WiSe an drei aufeinanderfolgenden Tagen im Dezember (jeweils von 8-18 Uhr) statt.

  • Welche Themen werden in der Veranstaltung behandelt?

    Thema

    Arbeitssysteme und –prozesse werden nach dem Leitbild des soziotechnischen Systems mit den Teilsystemen ‚Mensch‘, ‚Technik‘ und ‚Organisation‘ betrachtet. Nach dem Besuch der Veranstaltung sind Sie in der Lage, die Gestaltung menschlicher Arbeit als eine wesentliche Facette der Ingenieurstätigkeit zu erkennen und beispielhaft zu erläutern, wesentliche Bewertungsdimensionen für die Qualität von Arbeitsplätzen zu benennen und exemplarisch anzuwenden, Probleme der Arbeitsgestaltung – insbesondere im Kontext automatisierter Systeme – beispielhaft zu benennen und Gestaltungsmöglichkeiten aufzuzeigen, in (interdisziplinären) Diskussionen einen begründeten Standpunkt zu Fragen der Arbeitsgestaltung einzunehmen und sich weiteres spezifisches Wissen zur Arbeitsgestaltung aktiv anzueignen.

    Ziel

    Ein übergeordnetes, affektives Lernziel besteht in der Sensibilisierung der zukünftigen Ingenieure/innen für Fragen und Probleme der Gestaltung menschlicher Arbeit. Die Veranstaltung ist als interaktives Seminar konzipiert. Die Teilnehmenden gestalten die Inhalte, Arbeitsweisen und Ergebnisse maßgeblich mit.

    Aufbau

    Am ersten Vormittag des Seminars diskutieren die Teilnehmer/innen auf der Basis dieses Textes (und ggf. der ergänzenden Lektüre) mit dem Dozenten. Dadurch wird eine Einführung in das Themengebiet gemeinsam erarbeitet.

    Danach wählt jede/r Teilnehmende – nach eigenen Interessen bzw. Vorkenntnissen – ein Anwendungsbeispiel, an dem Probleme der menschlichen Arbeit und ihrer Gestaltung in technisch geprägten Arbeitsumwelten deutlich werden, und stellt dieses Beispiel in einem Kurzvortrag vor.

    Diese Beispiele werden thematisch gruppiert. Es werden Arbeitsgruppen gebildet, die diese Themenbereiche abbilden.

    Kernelement der Veranstaltung ist die Herausarbeitung von Gestaltungsproblemen, Lösungsmöglichkeiten und weiteren Forschungs- und Entwicklungsfragen in diesen Arbeitsgruppen.

    Die Rolle des Dozenten besteht im Kern darin, als fachlicher und methodischer Lernbegleiter im individuellen Gespräch mit einzelnen Teilnehmer/innen oder Arbeitsgruppen die Lern- und Arbeitsprozesse zu unterstützen.

    Wenn nötig, wird der Dozent während der Veranstaltung kurze thematische Inputs geben, die sich an den Fragen der Arbeitsgruppen orientieren, und die die weitere Gruppenarbeit unterstützen sollen.

  • Wie melde ich mich zur Veranstaltung an?

    Die Veranstaltung ist wegen ihres spezifischen Formats beschränkt auf 12 Teilnehmende. Die Anmeldung erfolgt über RWTHonline.

  • Welche Prüfungsformen gibt es?

    Die Veranstaltung schließt ab mit den Präsentationen der Arbeitsgruppen, der Diskussion in der Gesamtgruppe und den Rückmeldung des Dozenten dazu sowie einer generellen Reflexion des Seminars.

    Im Anschluss an die Veranstaltung erstellen die Teilnehmer/innen in den Arbeitsgruppen Hausarbeiten von ca. 15 Seiten Umfang, die den Ansprüchen eines wissenschaftlichen Textes genügen müssen. Diese muss zwei Wochen nach der Veranstaltung abgegeben werden.

  • Wie melde ich mich zur Prüfung an?

    Die Anmeldung zur Prüfung erfolgt über RWTHonline.

  • Wie muss ich mich auf die Veranstaltung vorbereiten?

    Bitte bringen Sie zum Seminar Ihren Laptop oder ein Tablet mit. Planen Sie außerdem vor dem Seminar entsprechend Zeit für die Lektüre des Einführungstextes ein.


    Pflichtlektüre zur Vorbereitung:

    Ernst Hartmann (2015): Arbeitsgestaltung für Industrie 4.0: Alte Wahrheiten, neue Herausforderungen, in: Alfons Botthof & Ernst Hartmann (Hrsg.): Zukunft der Arbeit in Industrie 4.0. Berlin/Heidelberg: Springer. (http://link.springer.com/book/10.1007/978-3-662-45915-7)

    Als ergänzende Lektüre werden folgende Kapitel desselben Buches empfohlen:

    Bernd Kärcher: Alternative Wege in die Industrie 4.0 – Möglichkeiten und Grenzen.

    Hartmut Hirsch-Kreinsen: Entwicklungsperspektiven von Produktionsarbeit.

    Andreas Lüdtke: Wege aus der Ironie in Richtung ernsthafter Automatisierung.

    Als weitere ergänzende Lektüre wird empfohlen:

    Steffen Wischmann & Ernst Hartmann (Hrsg.)(2018): Zukunft der Arbeit – Eine praxisnahe Betrachtung. Berlin/Heidelberg: Springer. (https://link.springer.com/book/10.1007/978-3-662-49266-6)